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04.09.2017

HFL e.V. - Verbandstreffen in Werl

FAQ

Hier erhalten Sie schnelle Antworten auf viele wichtige Themen. Haben Sie Fragen oder Anregungen
senden Sie uns bitte eine eMail.



Warum mindestens Luftdichtheitsklasse B?

Die Luftdichtheitsklasse A wird nach VDI 3803 für Luftleitungen der Technischen
Gebäudeausrüstung für Nichtwohngebäude nicht mehr empfohlen und die
Klasse B als allgemeine Mindestanforderung festgelegt. Gleiches definiert die DIN EN 13779.

DIN EN 13779
"Klasse B ist die allgemeine Mindestanforderung an Luftleitungen und auch die Mindestanforderung
an Fortluftleitungen, die im Gebäude einem Überdruck ausgesetzt sind; eine Ausnahme bilden Luftaufbereitungszentralen.
Klasse C ist in vielen Fällen die empfohlene Mindestklasse, besonders bei einer hohen Druckdifferenz
im Rohrgehäuse oder wenn Undichtheiten zu einer Gefährdung der Raumluftqualität, der Regelung
der Druckbedingungen oder der Funktionsfähigkeit der Anlage führen können."

VDI 3803
"Die Montagequalität hat erheblichen Einfluss auf die Luftdichtheit. Die Empfehlungen der
Bauteilhersteller sind zu beachten, insbesondere sind zur Realisierung hoher Dichtheit
geeignete Flanschdichtungen zu verwenden. Um während der Bauphase auf den
Montageprozess Einfluss nehmen zu können, ist nach DIN EN 12599 ein stichprobenartiger
Nachweis der Leckluftrate vorzusehen."

"LDK B - Mindestforderung"; VDI3803 - Tabelle 9

Normen zu beziehen über Beuth Verlag Berlin - www.beuth.de 
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Darf ich Luftdichtheitsklasse A verwenden?

siehe "Warum mindestens Luftdichtheitsklasse B?"
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Brauchen Luftleitungen eine CE-Kennzeichnung?

siehe HFL1002
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Warum gibt es Differenzen in der Abrechnung von Leitblechen und wie werden
zusätzliche Leitbleche abgerechnet?

Der Einbau von Leitblechen wird nach EN 1505 bei Bogenkanälen über 45° und einem
Bogenmaß größer 400 mm gefordert, d.h. 1 Stück bei Bogenmaß 401 bis 800 mm,
2 Stück bei Bogenmaß 801 bis 1600 mm, darüber 3 Stück). Abzweigkanäle können
nach Kundenvorgabe ebenfalls Leitbleche enthalten. Leitbleche (LB) werden als
Formstück gemäß DIN 18379 als mindestens 1m² abgerechnet. In Bogenkanälen
sind bis zu drei Leitbleche gemäß Vorgabe der EN 1505 im Formstückpreis enthalten
und werden nicht zusätzlich abgerechnet.
Weitere Informationen finden Sie auch im Dokument:
HFL1007 - Leitbleche in eckigen Luftleitungen zurück


Welche Versteifungen gibt es?

Versteifungen sollen dauerhafte Verformung verhindern und die Stabilität von Bauteilen
erhöhen.Zur Vermeidung dynamischer Verformungen und deren akustischer Wirkung
werden Flächenversteifungen verwendet.
Als Flächenversteifung kommen zum Einsatz:

  • Trapezsicke
  • Z-Sicke
  • Kreuz- bzw. Diagonalversteifung (Bombierung)
  • Aufsetzen zusätzlicher Versteifungsprofile wie Hut- ,L-, U-, T- Profil 

Zur Vermeidung dauerhafter Verformungen sind abhängig von den Betriebsbedingungen
und Bauteilabmessungen ggf. zusätzliche Innen- und/oder Außenversteifungen notwendig.
Die maximal zulässige Ausbeulung und Verformung ist durch DIN EN 1507 geregelt.
Als Innenversteifung werden üblicherweise Rohre oder andere geeignete Profile/Bleche
eingesetzt. Außenversteifungen werden durch das Aufsetzen von Versteifungsprofilen
wie Hut- , L-, U-, T- Profil erreicht.
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Wie lange ist ein verzinkter Kanal korrosionsbeständig?

Die Schutzdauer ist im Wesentlichen von der (atmosphärische) Belastung am
Einsatzort abhängig. Korrosivitätskategorien und Korrosivitätsraten von Zinküberzügen
für verschiedene Atmosphärentypen sind der DIN EN ISO 12944 zu entnehmen.

Informationen über Wirkungsweise von Zinküberzügen auf Stählen und den jährlichen
Zinkabtrag finden Sie im Detail hier:
http://www.stahl-online.de/index.php/service/publikationen/stahlanwendung-merkblaetter/
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Was ist Weißrost?

Bei metallischen Überzügen, z.B. Zink, kann sich neben der gewünschten, festhaftenden
Deckschicht (Zinkpatina) ein unerwünschtes Korrosionsprodukt entwickeln, der Weißrost.
Dieser entsteht bei Lagerung in nasser, schlecht belüfteter Atmosphäre; beispielsweise
durch Kondenswasser in Coils, Stapeln oder unter Folienabschluss. Anstelle der
festhaftenden Schutzschicht bildet sich dann ein weißes bis hellgraues, lockeres,
pulverig-voluminöses Zinkkorrosionsprodukt. 

Bei geringem Weißrostbefall kann auf eine Entfernung der Korrosionsprodukte
verzichtet werden. Bei stärkerem Befall sollten die Korrosionsprodukte mit einer
weichen Bürste und/oder handelsüblichen Spezialreinigern entfernt werden.

Bei geringer Schädigung ist anschließend für eine gute Belüftung zu sorgen, um
hierdurch die Bildung der Deckschichten unter Umwandlung verbliebener
Zinkkorrosionsprodukte zu fördern. Liegt hingegen eine erhebliche Schädigung
des Zinküberzuges vor, d. h. die verbliebene Dicke des  Zinküberzuges liegt deutlich
unter der intakter Bereiche oder bei neuen Produkten unterhalb der Normwerte, so
müssen Maßnahmen zur Abhilfe getroffen werden. Hierbei wird man im Regelfall an
eine Nachbehandlung in Form einer Beschichtung denken müssen. 

Als einfache Regeln zur Vermeidung von Weißrost sollten daher beachtet werden:

  • Für eine gute Belüftung sorgen.
  • Teile so lagern und transportieren, dass Regenwasser gut ablaufen und abtrocknen kann.
  • Taupunktunterschreitungen (und damit die Bildung von Kondenswasser) vermeiden.

Andere vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. das Aufbringen von Korrosionsschutzölen,
haben nur eine zeitlich begrenzte Schutzwirkung.
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Welche typischen Größen für Revisionsöffnungen gibt es?

Revisionsöffnungen sind für die Inspektion, Reinigung und Wartung von Luftleitungen
und in Ihnen installierten Komponenten erforderlich. Der Einbau und die Lage ist
in DIN EN12097 beschrieben.
Werksmäßig werden ovale Deckel in den folgenden Maßen verwendet (fett Vorzugsgrößen): 

Für Kanäle:
180x80 (RD 18), 200x100 (RD 21), 300x150 (RD 315), 300x200 (RD 32),
400x200 (RD 42), 400x300 (RD 43), 500x300 (RD 53), 500x400 (RD 54),
600x400 (RD 64), 600x500 (RD 65), 700x500 (RD 75),

Für Rohre:
180x80 (RRD 18), 200x100 (RRD 21),300x200 (RRD 32), 400x300 (RRD 43),
500x400 (RRD 54)

Nach Anforderung der VDI 6022 sind Revisionsöffnungen mit Kantenschutz
einzusetzen. Sonderausführungen sind für erhöhte Temperaturen und für
fettdichte Anlagenteile erhältlich.
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Was ist bei der Lagerung von Bauteilen beim Hersteller/auf der Baustelle (VDI 6022) zu beachten?

In der VDI 6022 werden zwei Sauberkeitsklassen unterschieden, wobei die
mittlere Klasse die Mindestanforderung darstellt. Danach sind die Bauteile „besenrein“
(siehe HFL5001) zu liefern. Verunreinigungen wie loser Schmutz, Späne, Laub,
Feuchtigkeit sind zu entfernen.
Dies wird von den Herstellern z.B. durch Direkt-Verladung auf den LKW oder durch
Verpackung in Boxen/Paletten erreicht.
Bei Sauberkeitsklasse hoch dürfen keine sichtbaren Verschmutzungen zu erkennen
sein, bei Bedarf ist eine Reinigung  zu vereinbaren und müssen ab Werk Folien
oder Verpackungen Verschmutzungen verhindern.
Nach Auslieferung hat die Lagerung so zu erfolgen, dass diese Sauberkeitsklasse
erhalten bleibt, d.h. vorzugsweise geschützte Lagerung im Gebäude, außerhalb
mit zusätzlichen Maßnahmen.
Vor Montagebeginn ist der Zustand der Bauteile zu prüfen und ggf. in der
definierten Klasse wieder herzustellen.
Weiter Informationen finden Sie im Dokument HFL5001
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Was ist bei der Oberflächenbeschaffenheit von verzinktem Stahl zu beachten – Optik?

Bei verzinkten Stahlblechen sind verschiedene Zinkblumen möglich. Hersteller versuchen
stets ein homogen aussehendes Material, welches eine geringe oder keine Zinkblume
aufweist, zu verarbeiten. Trotzdem sind optische Unterschiede zwischen unterschiedlichen
Teilen möglich und kein Mangel. Anbauteile und Rahmen haben in der Regel andere
Oberflächen und unterscheiden sich somit optisch vom Bauteil. Für Sichtmontagen
können Sonder- Vereinbarungen getroffen werden.
Leichte Zinkoxidschichten und Ölüberzüge sind nach VDI 6022 zulässig.
Oberflächen bei Edelstahlteilen können matt (Standard) oder glänzend sein, hier
sind genaue Vereinbarungen und Spezifikationen nötig.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Dokumenten:
HFL1006 - Toleranzen von verzinktem Stahlblech für Luftleitungen und Materialspezifikation
HFL1004 - Sichtmontage eckige Luftleitungen gefalzt
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Was ist bei der Verkittung von Lüftungsbauteilen zu beachten?– Menge/Ausführung/Qualität 

Zur Erreichung der Dichtheitsklasse B und C sind für gefalzte Bauteile Dichtmittel zwingend
erforderlich. Diese werden in den Bereichen Rahmenecke und Längsfalz benötigt. Die
Abdichtung erfolgt in der Regel im inneren Bereich und ist nach der Montage nicht
sichtbar. Wichtig ist eine durchgehende, möglichst gleichmäßige Dichtnaht ohne Unterbrechungen.

Die Menge der benetzten Oberfläche ist gemäß VDI 6022 auf 5% der Oberfläche
begrenzt (pro 5m²).

Ein Messverfahren hierzu wird von der VDI 6022 nicht festgelegt, darüber hinaus ist
der Grenzwert abhängig von dem Querschnitt insbesondere bei kleinen Kantenlängen
fertigungstechnisch nicht erreichbar.  

Die Eigenschaften des Dichtmittels müssen dem Verwendungszweck entsprechen. 
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Wie ist der Begriff Aufmaßteile definiert?

Aufmaßteile sind Übergangskanäle und kurze Kanalstücke unterschiedlicher
Abmessungen, die die verbliebenen Montage- und Bautoleranzen ausgleichen.
Üblicherweise ist die Anzahl und Oberfläche beschränkt, in der Regel handelt es
sich um weniger als fünf Teile oder 20 m².

Aufmaßteile sind bei der Bestellung als solche zu kennzeichnen und werden
kurzfristig vom Hersteller gefertigt. Der kurze Fertigungszeitraum stellt für
den Hersteller i.d.R. einen Mehraufwand dar.
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Sind kleine eckige Querschnitte als gefalzte Luftleitungen überhaupt sinnvoll?

Grundsätzlich: Nein. 

Eckige Kanäle mit kleinen Querschnitten kommen üblicherweise in der Wohnungslüftung
oder wegen der beschränkten verfügbaren Einbauhöhe in Estrich oder Zwischendecken
zum Einsatz.

Gefalzte Kanal- und Kanalformteile mit einer Kantenlänge unter 150 mm erfordern
besondere Fertigungsverfahren und sind auf der Baustelle mit einem Profilrahmen
nur mit hohem Aufwand dicht zu montieren und werden deshalb vorzugsweise
mit Steckverbindungen ausgerüstet.

Für kleine Querschnitte ist der Einsatz von Rundrohrsystem zu empfehlen.
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Dürfen Bohrschrauben verwendet werden?

Bei der Herstellung von Passlängen / lose Rahmen, Steckverbinder, Stutzen,
Bundkragen und zum Verschrauben von Halterungen werden auf der Baustelle
(Montage) aber auch in der Werksfertigung, zum Fügen von Baugruppen,
Bohrschrauben verwendet. 

Bei hohen Dichtheitsanforderungen ist die Verwendung dieser Bauelemente zu vermeiden.

Mit einer Verwendung im Abstand kleiner 1 m zu einer Revisionsöffnung sind
Bohrschrauben wegen der Verletzungsgefahr des Wartungspersonals nach DIN EN 12097
nicht zulässig. Dies ist besonders bei nachträglichem Einbringen von Revisionsöffnungen
in das Luftleitungsnetz zu beachten.

Das maximale Überstand von Schrauben in das Bauteilinnere darf 12 mm
(DIN EN 12097) nicht überschreiten.

Weitere Informationen finden Sie auch in den Dokumenten:
HFL4000 - Montageempfehlung eckige Luftleitungen
HFL4001 - Montageempfehlung runde Luftleitungen
HFL4003 - Montageempfehlung eckige Luftleitung (Küchenabluft)
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Warum wird das Verlöten von gefalzten Luftkanälen und Formteilen nicht empfohlen?

Luftkanäle und Formteile werden aus verzinkten Stahlblechen gefertigt. Zum Verbinden
der einzelnen Seiten (Abwicklungen) werden unter anderem verschieden Falzarten
wie z. B. Pittsburgh– oder Schnappfalz, Punktschweißen mit Überlappung u. a. eingesetzt.

Die Leichtprofilrahmen mit oder ohne integrierten Dichtstoff werden aufgesteckt und
mit speziellen Druckfügeverfahren (clinchen) oder Punkten am Kanalteil befestigt.

Falzen gehört zu den formschlüssigen Verbindungen. Insbesondere im Rahmenbereich
werden bei der Montage über die Winkelecken hohe Kräfte und Verformungen im
elastischen Bereich des Werkstoffes Stahl eingebracht.
Beim Löten liegen in der Regel die Bleche im Abstand < 0,2 mm aneinander.
Hier kann das flüssige Lot in den Lötspalt gezogen werden (Kapillareffekt) und
eine stoffschlüssige Verbindung hergestellt werden.

Werden beide Verbindungsarten miteinander kombiniert, verlieren alle Falze
und Rahmenverbindungen ihre Eigenschaft der Elastizität. Die stoffschlüssige
Weichlotverbindung muss alle auftretenden Kräfte (Montage der Rahmen, Kräfte
aus thermischen Spannungen durch Temperaturschwankungen des Mediums,
einwirkende Kräfte beim Transport und der Montage durch Geometrie und
Eigengewicht etc.) aufnehmen und übertragen. Das Weichlot jedoch hat
wesentlich geringere Festigkeitseigenschaften als Stahl, was in der Regel
zum Versagen der jeweils überlasteten Lötnaht führt. 

Die Verwendung der Verbindungstechnik Löten kann für den Einsatz in
kondensatbelasteten Anwendungen wie z.B. der Küchenabluft oder bei Verwendung
für Dachkomponenten die erforderliche Produktsicherheit nicht gewährleisten und
wird aus diesem Grund nicht empfohlen.
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Welche Normen sind aktuell gültig?

siehe HFL1008
Normen können über den Beuth Verlag Berlin bezogen werden. - www.beuth.de
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Was ist bei öldichten Luftleitungen zu beachten?

Zu unterscheiden ist ein Einsatz in Küchen oder in technischen Anwendungen.
In Küchen ist eine Beständigkeit gegenüber organischen Ölen und Fetten erforderlich,
weitere Ausführungen siehe HFL4003.

Der Einsatz geschweißter Luftleitungen für öldichte Luftleitungen wird auf Grund der
höheren Bauteilsicherheit empfohlen.
Weitere Informationen finden Sie auch in den Dokumenten:
HFL1010
HFL4003
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Wie werden eckige Luftleitungen abgerechnet?

Die Abrechnung erfolgt auf Basis der DIN 18379 in den entsprechenden Abrechnungsgruppen
L1-L5 bzw. F1-F5. Die Abrechnungsgruppen L1-L4 bzw. F1-F4 beinhalten nach EN 1505 die
Normluftleitungen bis zu einer max. Kantenlänge von 2000 mm. Zur Einhaltung der
normativen Vorgaben hinsichtlich Dichtigkeit und Festigkeit nach EN 1507 werden bei
der Fertigung von geraden Luftleitungen und Luftleitungsformteilen  kantenlängenabhängig
unterschiedliche Blechdicken, Flanschprofile, Rohr- und Flächenversteifungen eingesetzt.
Ein die Vorgaben erfüllendes Produkt ist durch eine unterschiedliche Kombination
vorstehender Maßnahmen erreichbar. Diese führen zu jeweils kantenlängenabhängig
unterschiedlichen Aufwendungen, die sich in den definierten Abrechnungsgruppen
individuell wiederfinden. Kantenlängen größer 2000 mm unterliegen nicht den
normativen Bestimmungen nach EN 1505 und sind deshalb individuell zu bewerten.
Fertigungsbedingt sind Kantenlängen kleiner 150 mm nur mit erhöhten Aufwand zu
produzieren und vorzugsweise als Rundrohrsystem auszuführen. 

Weitere Informationen finden Sie auch in den Dokumenten: HFL2000
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Wann wird ein Formteil zu einer geraden Luftleitung nach DIN 18379?

Die Abrechnung ist in der DIN 18379 geregelt. Grundsätzlich sind alle Bauteile
als Luftleitungs-Formteil abzurechnen. Die Ausnahme stellt ausschließlich die
gerade Luftleitung dar. Diese wird abrechnungstechnisch von einem
Luftleitungsformteil zu einer geraden Luftleitung, wenn deren bestellte Bauteillänge
größer! (>) als 900 mm ist.
Für die Hersteller der Luftleitungen gilt, dass ausschließlich die bestellte Bauteillänge
in die Berechnung eingeht. Der Anlagenbauer darf für seine Abrechnung das
Einbaulängenmaß bei Passlängen um 200 mm verlängern.
Die Einteilung in gerade Luftleitungen und Luftleitungsformteile durch die
DIN 18379 sind die Fertigungsmöglichkeiten der Bauteile innerhalb der
Produktion. Die meisten Luftleitungshersteller benutzen zur Fertigung von
geraden Luftleitungen s.g. „Kanalstrassen“, die den Zuschnitt- und Biegevorgang
des Bauteiles maschinell durchführen. Bei der Produktion von klassischen
Luftleitungsformteilen ist der Anteil an manuellen Arbeitsvorgängen erheblich
aufwändiger. Sollten gerade Luftleitungen sich aufgrund verschiedener
Besonderheiten wie z.B. Ausschnitte oder Umkantungen, nicht automatisch auf
den Kanalstrassen fertigen lassen, ist der Produktionsaufwand mit dem
klassischer Luftleitungsformteile gleich zu setzen. Deshalb sollte hier eine
Abrechnung als Formteil erfolgen.
Die optimale, kostengünstige gerade Luftleitung entspricht folgender Vorgabe:
„Gerade Luftleitung, beidseitig Standard Profilrahmenverbindung oder angeformte
Profilrahmenverbindung mit einer Nennlänge von 1500 mm.“
Andere Längen stellen einen Mehraufwand dar.
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Was sind Rollknicke, was bedeutet rollknickfrei?

Rollknicke können beim Runden  (z.B. Innen- und Außendecke für Bogenkanäle)
von Stahlblechen nach DIN EN 10172 auftreten. Sie erkennt man an unregelmäßigen
Knicken (Kanten) quer zur Rundungsrichtung. Das von den Luftkanalherstellern
erwendete Blech (DX 51 D+Z275 N-A-C) wird mit der üblichen Oberfläche (Ausführung A)
verarbeitet. Bei dieser Ausführung sind Rollknicke zulässig und stellen keinen
Mangel dar. Zur Vermeidung von diesen optisch erkennbaren Verformungen kann
auch Material kaltnachgewalzt (Oberfläche C) bezogen werden. Dafür sind allerdings
separate aufpreispflichtige Vereinbarungen zwischen dem Auftraggeber und dem
Kanalhersteller notwendig.
Weitere Informationen finden Sie auch im Dokument:  HFL 1006
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